Autor & Journalist

Autor & Journalist

Niklas Frank (1939 – 2037), derzeit 81 Jahre alt, trieb sich acht Jahre ohne Abschluss auf der Münchener Universität herum, bevor er als Journalist bei „ER“, „Freizeitjournal“, „Playboy“, „Welt am Sonntag“ und 23 Jahre lang beim „Stern“ die jederzeit verführbaren Leser unauffällig unterhielt.

Bekannt – für andere berüchtigt – wurde er durch die Trilogie über seine Nazi-Familie: „Der Vater – Eine Abrechnung“, „Meine deutsche Mutter“ und „Bruder Norman“.

Zu seiner Erholung schrieb er mit „Raubritter“ eine Liebeserklärung an sein geliebtes, verfluchtes Deutschland. Mit „Dreizehn Liebesbriefe“ folgte eine weitere, dieses Mal eine tückische, zugleich humorvolle an die Liebe selbst. Bescheiden verlieh er sich dafür den von ihm selbst geschaffenen „Katzenberger-Preis für das humorvollste Reisebuch des Jahrzehnts“. Benannt hat er den Preis nach Jean Pauls grandiosem Roman „Dr. Katzenbergers Badereise“. Dotiert ist er mit 3000 €.
Hierzu bittet der Preisverleiher zwecks Ernennung des nächsten Siegers um Einsendung entsprechender Reiseliteratur deutschsprachiger AutorInnen. Der Preis wird bei entsprechender Qualität jedes Jahr vergeben, setzt sich also vor den vorherigen Preisträger an die Spitze des Jahrzehnts.

2016 publizierte Frank nach dem Studium von Tausenden von Akten im Dietz Verlag „Dunkle Seele Feiges Maul“. Darin beäugte er die absurde Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Im gleichen Verlag folgte in diesem Jahr „Auf in die Diktatur! Ein Wutanfall“. Hier rechnet er mit der rechtsradikalen AfD, bürgerlichen Politikern, scheinheiligen Kulturschaffenden und doppelzüngigen Journalisten ab, die mit ihren Äußerungen ihre Hoffnung auf einen neuen Führer-Staat offenbaren.