Blogeintrag vom Donnerstag, . von

Ihr lieben Freundinnen und Freunde von hartem Tobak, das habe ich heute an die AfD geschickt.
Herzlichst,
euer Niklas Frank
Werte (?) AfD-Parteimitglieder!
Nach sorgfältiger Überprüfung eurer Aussagen in den sozialen Medien, in euren Reden, euren reinrassigen Forderungen, mache ich euch für die Besetzung eures ersten Regierungskabinetts Vorschläge für Männer, die als Minister in echtem arischem Geist eure Politik der totalen Erneuerung Deutschlands nachhaltig in die Tat umsetzen werden.
(Da CDU/CSU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz mit euch im Bunde ist, bitte ich, ihm diese Liste in neuer Freundschaft weiterzureichen.)
Niklas Frank
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Bundesminister der Verteidigung und Sonderbeauftragter für neue patriotische Gesinnung “Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg, weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt.” Wer solche Sätze spricht, ist der best geeignete Minister für die Verteidigung Deutschlands, auch in einem notwendigen Angriffskrieg: Göring kann im Handumdrehen ein kriegsbegeistert patriotisches Land entwickeln. “Zum Kampfe stehen wir alle schon bereit”, ist nicht umsonst sein Wahlspruch. Zuvor wird er sich den Schlamperladen Verteidigungsministerium nach seinem Motto vornehmen: “Ich werde mit eisernem Besen auskehren, und alle diejenigen, die ausschließlich wegen ihrer roten oder schwarzen Gesinnung und zur Unterdrückung aller nationalen Bestrebungen in Amt und Würden sitzen, hinaus zu fegen.” |
![]() | Außenminister und Sonderbeauftragter für Ewige Freundschaft mit Russland Er spricht perfekt Englisch und hat in der kurzen und lächerlichen Fliegenschiss-Periode Deutschlands in gleicher Position mit Stalin einen für Deutschland besonders günstigen Geheimvertrag geschlossen (“Ich mochte eher Stalin und Molotow, kam gut mit ihnen zurecht.“). Ribbentrop würde mit Bravour wiederherstellen, was durch die von den westlichen Siegern erzwungenen Demokratisierung Deutschlands zerstört worden ist: „Ein Verständnis zwischen Ost und West!“ Wobei er natürlich mit „Ost“ das sich gerade gegen westlich-jüdische NATO-Aggression verteidigende Russland meint. |
![]() | Bundesminister für Digitales und Verkehr, Sonderbeauftragter für Religion und die Freiheit der deutschen Presse „Wen kümmert es, wenn wir unsere Straßen reinigen? Kein Mensch sollte sich aufregen, wenn wir in Deutschland die Verräter durch die Straßen führen, um andere abzuschrecken?“ Diese äußerst sympathische Ausputzkraft wird ebenso für einen problemlosen Brennermotor-Verkehr innerhalb der jetzigen Grenzen Deutschlands sorgen wie für den Aufbau einer nicht mehr links und grün versifften, sondern mit der Erneuerung Deutschlands sympathisierenden Presse. Seine Zuständigkeit für Religion ergibt sich allein schon durch seinen überzeugenden Satz, den er einmal sagte: „Ich bin bei Gott!“ |
![]() | Bundesminister für Arbeit und Soziales und Sonderbeauftragter für Totale Remigration und Arbeitsbeschaffung für Unwillige Sauckel ist für diesen Posten darum nahezu ideal, weil er schon in jener Zeit – die viele von euch für die schönste der deutschen Geschichte halten – als „Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz in Deutschland“ mit „fanatischem Willen“ (Sauckel) Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter nach Deutschland geholt hat, ohne ihnen je ein Bleiberecht oder gar Anteil an deutscher Verpflegung zugestanden zu haben. „Wir werden die letzten Schlacken unserer Humanitätsduselei ablegen“, versprach er in einer Rede, was ihn sowohl als Sonderbevollmächtigten für Remigration als auch für die zwangsweise Arbeitsbeschaffung für Unwillige unersetzbar macht. |
![]() | Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft und Sonderbeauftragter für das Niederreißen aller Windmühlen der Schande und gegen die Lüge vom Klimawandel Schon allein die nachfolgende Aussage macht ihn zum rücksichtslosen Retter deutscher Agrarkultur und Bewahrer der Wahrheit gegen die Lüge vom Klimawandel: „Es gibt kein menschliches Gesetz, kein Gesetz Gottes und kein nationales Gesetz, das besagt, dass jedes gesunde Lebewesen es der Schlange erlauben muss, die Maus zu fressen. Andererseits ist es jedoch vollkommen gerechtfertigt, die Maus zu verteidigen.“ In diesem Sinne wird er die „Maus“ deutsche Bauernschaft gegen die „Schlange“ Klimawandel mit aller Kraft verteidigen. Sein Motto: „Ich liebe mein Volk und mein Vaterland mit aller Wärme, deren mein Herz fähig ist.“ |
![]() | Bundesminister des Innern und für Heimat und Sonderbeauftragter für Einhaltung des neu geschaffenen Demonstrationsrechts Der Gutsbesitzersohn hat durch langjährig tapfer untertänigen Gehorsam in kriegerischer Zeit bewiesen, sich gemäß seinem Grundsatz „Alles für Deutschland!“ den neuen Aufgaben kampfbereit und nunmehr befehlend zu widmen. Geeignet ist er vor allem für die Durchsetzung des neuen Demonstrationsrechts, sagt er doch: „Solange der Mensch Tiere schlachtet, werden die Menschen auch einander töten. Wer Mord und Schmerz säht, kann nicht erwarten, Liebe und Freude zu ernten.“ |
![]() | Bundesminister für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Sonderbeauftragter für die Erhaltung werten Lebens “Ich glaube und bekenne: Die Pflicht gegen Volk und Vaterland steht über jeder anderen. Diese zu erfüllen, war mir Ehre und höchstes Gesetz!“ Und ist es noch immer! Gerade in der jetzigen Zeit, in der unser Volksgeist durch üble äußere Anreize (Migranten!) seinen Mittelpunkt verliert, nämlich das reine Deutschsein, wird Jodl das Gesetz mit größtem Einsatz erfüllen. Dazu gehören vor allem die Zurückdrängung schädlicher Kontakte der deutschen Jugend zu nichtdeutschen Gruppierungen, die Ruhigstellung der Senioren und die Maximierung von Geburten durch deutsche Frauen, so dass endlich wieder reinrassiges und somit wertes Leben entsteht. |
![]() | Bundesminister der Finanzen und Sonderbeauftragter für den Austritt aus der EU „Mein ganzes Leben war Dienst an Volk und Vaterland. Ihnen habe ich meine beste Kraft in treuester Pflichterfüllung gewidmet.“ Das wird er auch in eurer neuen Regierung weiterhin tun. Zumal er nach dem Selbstmord des Kommunisten Adolf Hitler mithelfen kann, dessen kleinen Charakterfehler auszumerzen und diese Hoffnung in die Tat umzusetzen: „Hitler war zweifellos ein Genie, aber ihm fehlte Selbstkontrolle. Er hat keine Grenzen erkannt. Sonst hätte das tausendjährige Reich länger als zwölf Jahre gedauert.“ Dieses Reich kann nur unabhängig von jeglicher internationalen Verfilzung gedeihen und tausend Jahre bestehen: Frick wird also in treuester Pflichterfüllung als Sonderbeauftragter den „Dexit“ vorantreiben und aus eurem geliebten Deutschland ein in sich geschlossenes Volkswesen machen. |
![]() | Kulturminister und Sonderbeauftragter für Allgemeine Entsiffung Nach Zwangsabgabe der Kulturhoheit der Länder an den Bund ist Rosenberg bestens für die Wiedererrichtung einer deutschen Leitkultur qualifiziert. Allein seine Analyse der hohen Zeit zwischen 1933 und 1945 macht ihn personell unersetzlich. Die damalige Ideologie des Nationalsozialismus „war die edelste Idee, für die ein Deutscher die ihm gegebenen Kräfte einzusetzen vermochte. Er schenkte einst der deutschen Nation ihre Einheit, dem Deutschen Reiche einen neuen Gehalt. Er war eine echte soziale Weltanschauung und ein Ideal blutbedingter kultureller Sauberkeit.“ Rosenbergs wird diese blutbedingte kulturelle Sauberkeit im deutschen Volk wieder einfordern und durchsetzen. Das betrifft neben dem gesamten Kulturbetrieb Unternehmer ebenso wie Gewerkschaften, Sport ebenso wie die Arbeiterschaft, Kindergärten ebenso wie das gesamte Vereinswesen. Vor allem aber wird es ihm Ansporn sein, das Lumpenproletariat an Möchtegernkünstlern zum Schweigen zu bringen. |
![]() | Bundesminister für Bildung und Forschung und Sonderbeauftragter für die Wiederherstellung der wahren deutschen Geschichte Sein Blick auf Juden ist genau: “Seit ihrer Emanzipation sind ihre Methoden darauf gerichtet, die moralischen und völkischen Werte des deutschen Volkes zu vernichten und eine nationale und verantwortungsbewusste Ideologie durch internationalen Nihilismus zu ersetzen.“ Um das zu verhindern, wird Seyss-Inquart Bildung und Forschung gegen jede Art von internationalem Nihilismus abschotten und somit endlich volksnah zukunftsfähig machen. Zukunft aber hat nur, wer eine saubere Vergangenheit hat. Also wird er das durch Vaterlandsverräter total verfälschte Bild Preußens und des früheren Kaiserreichs der Wahrheit zurückgeben. Das aber gelingt nur durch beinharte Überprüfung des gesamten Universitätsbetriebs und Entfernen von undeutsch agierenden Professoren und sonstigen Kulturtragenden. |
![]() | Nicht nur aus verwandtschaftlichen Gründen kann ich Ihnen diesen hochgebildeten Humanisten als Wächter des neuen Rechts empfehlen. Hieß doch seine Devise schon in Gaulands Vogelschiss Zeit: „Recht ist, was Deutschland nützt!“ Auch hat er schon 1946 in nackter Großartigkeit das Ende etwaiger deutscher Verantwortlichkeit an Misslichkeiten während des großen Befreiungskampfes unserer Nation festgestellt: „Die riesigen Massenverbrechen entsetzlichster Art, die vor allem in Ostpreußen, Schlesien, Pommern und im Sudetenland von Russen, Polen und Tschechen an Deutschen verübt wurden und noch verübt werden, haben jede nur mögliche Schuld unseres Volkes schon heute restlos getilgt.“ Hans Frank wird dafür sorgen, dass keinerlei Gelder mehr in die sogenannte „Erinnerungskultur“ fließen. Schand-Denkmäler angeblicher deutscher Schuld wird er gemäß den von ihm eingebrachten Gesetzen umgehend schleifen lassen. Im Übrigen wird er alles dafür tun, dass jener Satz auf euren ersten Bundekanzler oder erste Bundeskanzlerin übertragen wird, den er einst seinem damaligen Chef zugerufen hat: „Zum ersten Mal in der Geschichte der Nation ist die Liebe zum Führer zu einem Rechtsbegriff geworden!“ (Da ihr AfDler allerlei Geschlechts so Sex besessen seid, schenke ich euch zwecks erotischer Anregung den kommenden Justizminister auch nackt! Dabei könnt ihr aufatmend feststellen: Er ist nicht beschnitten!) |

Auf Einladung des hinreißend aktiven Vereins ADDE e.V. in Wuppertal, vertreten durch den noch hinreißenderen Dirk Jädke, las und diskutierte ich am 27. September 2024 im Swane-Café mit dem sehr interessierten Publikum und musste mir am 1. Oktober diesen Artikel in der Westdeutschen Zeitung zu Gemüte führen, verfasst von Michael Bosse.
Mit fein ziselierten psychologischen Beschreibungen seines Vaters hält sich Niklas Frank gar nicht erst auf, er geht das Thema lieber frontal an – oder besser gesagt: horizontal. Und so deklamiert der 85-Jährige gleich zu Beginn seiner Lesung im Swane-Café in schrillen Tönen, pornografisch aufgeladenen Motiven und hastigen Sätzen den Zeugungsakt seiner Eltern Hans und Brigitte, dem sein Dasein auf diesem Planeten zugrunde liegen soll. So manchem Besucher dürfte da am Freitagabend der Atem gestockt sein, als er hörte, wie unversöhnlich und zornig ein Mensch mit seinen Eltern abrechnen kann.
Der 1939 geborene Niklas Frank – Journalist und Buchautor – nimmt sich dieses Recht, weil er der jüngste Sohn des überzeugten Nationalsozialisten und Chef des Generalgouvernements für die von Deutschland während des Zweiten Weltkriegs besetzten polnischen Gebiete ist. Sein Vater trägt den Beinamen „Schlächter von Polen“. Der bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zum Tode verurteilte und im Oktober 1946 gehenkte Hans Frank sei ein „Prototyp des deutschen Verbrechers jener Zeit“ gewesen, berichtet Frank: „Hoch gebildet, aber ohne Moral“.
Niklas imaginiert sich in den Sterbemoment seines Vaters geradezu hinein, nimmt sie als erotische Ersatzbefriedigung, wie er selbst schreibt – mit dem Verweis, dass er auf die Vorstellung von der Hinrichtung seines Vaters masturbiert habe. „Ich mochte dein Sterben“, rezitiert es aus seinem Buch. „Das Knacken deines Genicks ersparte mir ein verkorkstes Leben.“
Niklas Frank, der als Journalist für den „Playboy“ und den „Stern“ gearbeitet hat, weiß, wie er Geschichten recherchiert und auf den Punkt bringt. An seiner Familie hat er sich in mehreren Publikationen abgearbeitet: Zunächst 1987 mit seinem Buch „Der Vater. Eine Abrechnung“, hinzu kamen unter anderem 2005 ein Buch über seine Mutter und 2013 ein Buch über seinen Bruder Norman. Niklas Frank hat zwei Brüder und zwei Schwestern – man kann sich angesichts der drastischen Worte, mit denen er seine Eltern charakterisiert und Privates öffentlich macht, vorstellen, dass die Diskussionen um die historische Verstrickung der Eltern unter den Geschwistern nicht leicht gewesen waren.
Franks Mutter inszenierte sich als „Königin von Polen“
Als kleiner Junge lebte Niklas Frank mit seiner Familie auf dem Krakauer Königsschloss, sein Vater agierte als Statthalter Hitlers in Polen. Seine Mutter inszenierte sich als „Königin von Polen“, kaufte gerne in den Juden-Ghettos ein, weil es dort so schöne Koteletts und Pelze gab. Sohn Niklas schildert sie in seinem Buch als etwas unbedarfte, aber durchaus auch mit taktischem Geschick ausgestattete Person, die den Vater unterstützte und seine Untaten deckte.
Bei der Auseinandersetzung mit der familiären Vergangenheit lässt es Niklas Frank aber nicht bewenden. Er hat auch zur deutschen Vergangenheitsbewältigung beziehungsweise -nichtbewältigung eine pointierte Ansicht.
Fazit: Alles nur scheinheiliges Getue und Fortsetzung des Antisemitismus unter vermeintlich demokratischen Vorzeichen. Die Deutschen hätten das Thema Holocaust (man kann es auch Shoa nennen) bis heute beschwiegen und ihre „ureigenen Verbrechen nicht angenommen“.
Es gebe zwar 100 000 Stolpersteine und 354 Gedenkstätten und Denkmäler für die ermordeten Juden in Deutschland, doch das Verschweigen dauere an, der Antisemitismus lebe fort – und von dieser Zustandsbeschreibung führe dann „ein direkter Weg zur AfD“. Die Einschätzung des 85-Jährigen für die Zukunft Deutschlands fällt an diesem Abend, zu dem der Verein Allianz für Diversität, Dialog und Empowerment (Adde) eingeladen hatte, auch düster aus: „Die Demokratie geht vor die Hunde.“
Ist Ihnen etwas aufgefallen? Vermutlich nicht. Natürlich haben Sie mal wieder zu flüchtig gelesen… Dabei ist da eine so entsetzliche Verdrehung drin, die mich diesen Leserbrief an die Chefredaktion und Herrn Bosse schreiben ließ, woraufhin sich ein Mail-Gefecht entwickelte – mit halbwegs gutem Ende:
3.10.2024
Ich an die Westdeutsche Zeitung
Das ist schon ein arger Klops, den Michael Bosse in seinem Artikel über meine Lesung im Swane-Café mit diesem Satz geformt hat: „Seine Mutter inszenierte sich als „Königin von Polen“, kaufte gerne in den Juden-Ghettos ein, weil es dort so schöne Koteletts und Pelze gab.“
Selbst, wenn er mich nicht richtig verstanden hatte – denn ich las „Corselettes“ – ist es schon erstaunlich, dass Ihr Reporter aus meiner Mutter, der stinkreichen Ehefrau meines Massenmörder-Vaters Hans Frank – Hitlers Generalgouverneur des besetzten Polens – ein verhungertes Weiberl macht und aus den Ghettos blühende Nahrungsoasen, in denen die eingesperrten jüdischen Kinder, Frauen und Männer nur wegen Fettleibigkeit um ihr Leben fürchten mussten. Peinlich, peinlich!
Niklas Frank
Ecklak
Ich hoffe, Sie haben den Mut, diesen Text auch als Leserbrief zu veröffentlichen!
4.10.2024
Herr Kupfer an mich
Hallo Herr Frank,
auch wenn der Fehler in diesem Zusammenhang unangenehm ist: Ich kann nicht nachvollziehen, wieso Sie unseren Autor Herrn Bosse deswegen so angehen und Deutungszusammenhänge herstellen, die Herr Bosse nicht im Sinn hatte, wie man unschwer schlussfolgern könnte. Trotzdem entschuldigen Sie bitte den Fehler. Grüße,
Olaf Kupfer
Stellvertretender Chefredakteur
4.10.2024
Ich an Herrn Kupfer
Lieber Herr Kupfer,
wieso „angehen“? Herr Bosse war es doch, der die entsetzlichen Verhältnisse in den deutschen Ghettos schamlos auf den Kopf stellte!
Na, veröffentlichen Sie meinen Leserbrief? Das wäre für ein demokratisches, unabhängiges und selbstkritisches Blatt wie die WZ das Selbstverständlichste.
Sie können ja in Kursiv eine Entschuldigung Ihrer Redaktion drunter setzen.
Herzlichst,
Niklas Frank, der Ihre Entschuldigung annimmt.
14.10.2024
Ich an Herrn Kupfer
Lieber Herr Kupfer,
bis jetzt ist mein Leserbrief noch nicht erschienen, was mich doch sehr verwundert! Ich dachte, es berührt Ihr Herz und Hirn, wenn durch einen saudummen Fehler die Opfer unseres Holocausts so verhöhnt werden. Sie können sich ja unterhalb meines Leserbriefs vom sarkastischen Inhalt desselben a bisserl distanzieren, sollten sich aber zugleich bei Ihrer Leserschaft überzeugend entschuldigen.
Mit (noch) freundlichem Gruß,
Niklas Frank
14.10.2024
Herr Kupfer an mich
Hallo Herr Frank,
schreiben Sie gerne einen Leserbrief, der unseren Autor nicht vorführt. Der darf gerne auf Fehler hinweisen – aber bitte auch verbal über der Gürtellinie. Unsere Redakteure sind nie frei von Fehlern, aber auch keine Watschenmänner.
Sind Sie dazu bereit? Dann veröffentlichen wir gerne.
BG
Olaf Kupfer
Stellvertretender Chefredakteur
14.10.2024
Ich an Herrn Kupfer
Ach, Herr Kupfer, Ihren Autor darf man nicht „vorführen“? Aber unsere millionenfache Ermordung jüdischer Kinder, Frauen und Männer verspotten, das geht natürlich…
Meine Güte, wenn Sie nur ein bisschen Herz, Empathie und Geschichtsbewusstsein hätten, wäre schon am nächsten Tag nach der Veröffentlichung des Artikels von Ihnen als Chefredakteur eine Entschuldigung im Blatt erschienen!
Noch einmal: Drucken Sie umgehend meinen Leserbrief, entschuldigen Sie sich darunter – mein Vorschlag, siehe oben – bei der der Leserschaft und distanzieren Sie sich ruhig – wenns Ihnen Ihre Feigheit befiehlt – von meinem Ton.
Niklas Frank
p.s. Im Übrigen habe ich Herrn Bosse nicht „vorgeführt“, sondern meinen Schmerz und meine Wut über seine entsetzliche Entgleisung in meinem Leserbrief sarkastisch verarbeitet!
14.10. 2024
Herr Kupfer an mich
Hallo Herr Frank,
vielleicht telefonieren wir darüber mal, damit Sie verstehen, was mich an Ihrer Herangehensweise mit einem Fehler (eine Verspottung wäre ja ein sehr aktiver Vorgang) stört. Wollen Sie mir mal Ihren Kontakt schicken?
Gruß,
Olaf Kupfer
Stellvertretender Chefredakteur
14.10. 2024
Ich an Herrn Kupfer
04825 1298
16.10.2024
Ich an Herrn Kupfer
Na, wann rufen Sie mich denn an? Oder ist Ihre Entschuldigung schon in Ihrer Zeitung erschienen?
18.10.2024
Ich an Herrn Kupfer
Lieber Herr Kupfer,
ein letztes Mal meine Nachfrage, ob Sie mich nun anrufen oder nicht. Immerhin hatten Sie selbst ein Gespräch vorgeschlagen! Oder übersteigt die Feigheit Ihre Anständigkeit, nach so einem Murks in Ihrer Zeitung zumindest dem Leservölkchen eine Entschuldigung zu überreichen?
Mit (noch) freundlichem Gruß,
Niklas Frank
Tel. 04825 1298 (hiermit zum zweiten Mal geschickt!)
Herr Kupfer rief mich letztendlich 18.10.2024 nachmittags an, und ich wurde während des Gesprächs zwar nicht laut, aber ziemlich wütend. Weil ich eben immer wieder bei unseren JournalistInnen feststellen muss, dass sie unser Verbrechen des Holocaust nicht nah an ihre Seele und Herz rangekommen gelassen haben. Die Leserschaft handelt genauso: Sagte mir Herr Kupfer doch: Niemand habe sich über den Artikel beschwert. Auf meine Beschwörung hin, sich doch wenigstens unabhängig von meinem ihm viel zu aggressiven Leserbrief in seinem Blatt zu entschuldigen, sagte er: „Ich werde es mir überlegen.“
Was er auch tat, denn am Samstag, dem 19.10.1924, stand dieses in der Westdeutschen Zeitung:
Korrekt: Corselettes
In einem Artikel über eine Lesung des Autors Niklas Frank im Swane-Café in Wuppertal ist uns in dem Satz „Seine Mutter inszenierte sich als Königin von Polen, kaufte gerne in den Juden-Ghettos ein, weil es dort so schöne Koteletts und Pelze gab“ ein Fehler unterlaufen. Statt „Kotelettes“ muss es „Corselettes“ heißen. Wir bitten, diesen Fehler vom 1. Oktober zu entschuldigen.
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So viel war bei uns im Dorf zu so früher Stunde bislang selten los: In der vergangenen Woche rückte zu fast nachtschlafender Zeit ein Transporter an, um das große Krokodil samt Träne, bruchsicher verpackt in einer eigens dafür gefertigten Kiste, von seinem Sockel zu hieven und mit auf die Reise zu nehmen.
Es ging nach Trier, wo es sich aktuell in Gewahrsam befindet.
In Bälde wohl mehr darüber unter www.trier.de/stadtkultur
Falls Sie das Mahnmal mieten/leihen möchten für eine Ausstellung, ein Event, Film/Fernsehen etc. oder jemanden kennen, der jemanden kennt:
Bitte sprechen Sie Niklas Frank doch einfach an unter 04825/1298 oder per E-Mail an nikfrank@aol.com
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Durch meine gewohnt erstklassige Recherche ist es mir gelungen, vom tschechischen Geheimdienst ein vollständig aufgezeichnetes Telefongespräch zwischen Wladimir-Putin-Freund Wiktor Medwedtschuk und Petr Bystron zu bekommen, der auf Platz 2 der AfD-Kandidatenliste zur Europawahl steht. Natürlich schwor ich dem Geheimdienst den Meineid, dieses Gespräch nie zu veröffentlichen. Aber ich bin nun mal ein sehr gemischter Charakter.
Hier kommt mein Verrat:
Ein Telefon klingelt.
Medwedtschuk hebt ab: Wladi, bist Du´s?
Bystron: Nein, Dein Freund Petr ist es. (Man hört das bekannt anheimelnde Rascheln von 200-Euro-Scheinen): Was habt ihr euch denn nur dabei gedacht? Diese blöden Scheine krieg ich ja bei keiner Tankstelle los!
Medwedtschuk: Komisch, der Krah hat mit seinen Yuan-Scheinen keine Schwierigkeiten! Mach halt Deine Finger feucht.
Bystron: Das brauch ich nicht. Ich schwitz ja eh schon Tag und Nacht wegen meinem Übergewicht.
Medwedtschuk lacht: Ich dachte, Du schwitzt wegen Deines Gewissens.
Bystron: Fuck you! Du kennst unseren Wahlspruch: Alles für Deutschland! Und Deine Hunderter nimmt auch keiner, wenn ich meine geliebten Mohrenköpfe kaufen will! (Man hört das bekannt anheimelnde Rascheln von 100-Euro-Scheinen, etwas höher im Geräusch als bei den 200-Euro-Scheinen)
Medwedtschuk: Soll ich Dir Rubel schicken? (Ein anderes Telefon klingelt) Wart mal kurz, das wird die Weidel sein. (Er spricht in das andere Telefon) Liebste Alice, ich stell´ auf Laut! In der anderen Leitung hab´ ich gerade Bystron, der kommt mit seinem höchst koscher verdienten Geld nicht zurecht. (Alice Weidel und er lachen prustend) Na, Alice, brauchst Du für Deine Kinderschießerin Beatrix mehr Gewehre? (Wieder großes Gelächter) Wer „Storch“ heißt, sollte doch Kinder bringen, nicht abmurksen! (Wieder lachen beide, Bystrons tropfende Lache gesellt sich hinzu)
Weidel (säuselnd): Wiktorlein, ich hätt´ mir schon eine größere Parteispende erhofft, nachdem wir doch Putins Wahl für absolut gerecht, unabhängig und frei von jeder Art Fälschung erklärt hatten. (Sie lacht wieder, Medwedtschuk und Bystron kichern)
Bystron: Hallo Alice, ich geb´ Dir recht mit der Parteispende.
Weidel: Genau! Also, Wiki, kommt da noch was?
Wieder klingelt ein Telefon.
Medwedtschuk: Wartet mal kurz, ihr zwei treuen Halunken, das ist sicher die FPÖ. Grüß Dich Kickl Herbert! Ich hab´ auf laut gestellt.
Kickl: Muss das sein?
Medwedtschuk: Ja, ich hab noch Weidel und Bystron in der Leitung.
Bystron: Hallo, Herbert, hast Du auch Schwierigkeiten mit den Zweihundertern?
Kickl: Natürlich, Petr! Aber nimmer lang. Dann haben wir wieder den Schilling.
Weidel: Und wir die D-Mark! Ach wird das schön! Herbert, ich beneide Dich: Über 30 Prozent in den Umfragen!
Kickl: Tja, die Österreicher wissen, was ihnen blüht, äh, guttut. (Bystron, Weidel und Kickl lachen)
Medwedtschuk: Hallo, ihr drei Superdemokraten, ich bin auch noch da!
Bystron (glucksend): Und nicht zu knapp mit Deinem Zaster.
(Kickl und Weidel lachen)
Weidel: Ein Hoch auf Putin!
Wieder klingelt ein Telefon.
Medwedtschuk: Moment, das ist die Asienleitung. Wartet kurz. Hallo, wer ist da? Ach, das Büro des chinesischen Staatschefs. Bitte stellen Sie mich durch!
Unbekannte Telefonstimme: 梅德韦秋克先生,我们正在听,请您将此转告魏德尔夫人和拜斯特伦先生: 我们的总统对克拉先生办公室迄今为止寄给我们的荒谬的秘密文件非常生气。这些文件不值 10 万欧元。要么 AfD 认真与我们合作,以实现后民主专制德国的利益,要么我们从现在起支持 Sarah Wagenknecht 运动。
Medwedtschuk: 您的要求也符合我们的利益。我会立即转告魏德尔夫人和拜斯特伦先生。并请代我向习近平主席致以最热烈的问候。So, und jetzt wieder zu euch, ihr deutschen Patrioten (er gluckst)! Also, lieber Herbert, jetzt muss ich mit den beiden von der AfD ein Hühnchen rupfen. Was wolltest Du eigentlich, Herbert – auch mehr Zaster?
Kickl: Nein, nein, noch nicht. Ich möchte nur um eine Schmutzkampagne gegen unseren Staatspräsidenten van der Bellen gebeten haben…
Weidel und Bystron reden gleichzeitig laut dazwischen: Die brauchen wir auch für unseren widerlichen Kanzler Scholz! Bitte, lieber Wiktor…
Medwedtschuk: Werdet mir nicht nervös! Da arbeiten wir doch schon dran.
Weidel (nahezu ein Lustschrei): Juhu! Auf Wladi ist eben Verlass!
Bystron: Wunderbar! Und, lieber Wiki, versicher´ Putin: Unsere Ehre heißt Treue!
Medwedtschuk: Ja, ja, ist schon recht. Aber jetzt zu den Schlitzaugen: Deren Oberschlitzauge beschwert sich: Ihr müsst euren Krah anspitzen, dass der besseres Geheimzeugs aus eurer Regierung liefert!
Weidel: Mach ich! Ich werde mir diesen Vollpfosten umgehend zur Brust nehmen!
Bystron (geil lachend) : „…zu den Brüsten“, muss es heißen.
Weidel: Du blödes Schwein!
Bystron: Du lesbische Giftkobra!
Medwedtschuk: Aber, aber! Jetzt beruhigt euch mal! Am Ende werden wir selbst von eurem faulen Verfassungsschutz abgehört!
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