Das treffendste Gedicht zum Klimawandel

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut,
In allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen.
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

Die “spitzen Köpfe” sind unsere irrlichternden Intellektuellen, die keinen Rat mehr wissen, der “Schnupfen” sind Corona und alle nachfolgenden Pandemien. Der winzige Einschub “liest man” ist besonders genial: Es geht uns so lange nichts an, bis es uns selbst erwischt. Der Rest ist konkrete Beschreibung des Zusammenkrachens dank der verfluchten selbst verschuldeten Klimakatastrophe, zu der ich mit meinem Porsche Renault Traktor von 1962 nicht unerheblich beitrage. Geschrieben hat das Gedicht Jakob van Hoddis 1911, natürlich auch einer, der später von uns Deutschen als lebensunwert ermordet wurde.

Schöne Weihnachten! Meine ich sogar ohne Bitternis, weil: Das Leben ist stärker!

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