Zum AfD Parteitag

Während ich tränenreich um meine Frau trauerte, die am Samstag, dem 18. Juni, auch 83 Jahre alte geworden wäre, nahmen ganz anders geartete Tränen ihren Lauf, als ich auf Phoenix drei Tage lang nebenbei den Parteitag der AfD sah! Was für eine Versammlung von geistigen und moralischen Krüppeln! Und so viele mit Doktortitel! Da wabert in mir noch immer das Klischee vom „Studierten und damit Wissenden“, für den es folgerichtig nur Demokratie als einzige Staatsform gibt. Mein Vater war auch ein Dr., dazu Hitlers Generalgouverneur in Polen und Massenmörder. Die Delegierten erinnerten mich alle in ihrem Gehabe an ihn. Nein, die AfDler sind keine Massenmörder, aber fürchten muss man sich schon, wenn die je an die Macht kommen!

„Was für eine böse Frau!“, beurteilte meine Frau Alice Weidel, als sie mal wieder dieses eitle, eiskalte und total empathielose Wesen im Fernsehen sah und hörte.

Leider werde ich nie wissen, was sie gesagt hätte, wenn sie wie ich Folgendes im TV miterlebt hätte: Die frisch zur Co-Vorsitzenden der AfD Gewählte saß auf dem Vorstandspodium und wurde von einem Delegierten übers Saalmikrophon aufgefordert, sich bei einem Parteimitglied zu entschuldigen, dem sie zuvor unten im Saal während eines Gesprächs zwei Mal den Vogel gezeigt hatte. Doch was macht diese ach so kluge „Politikerin“? Anstatt, wie von ihr selbst zuvor beschworen, Einheit und Ende aller Streitigkeiten zu demonstrieren und zu sagen „Sie haben Recht. Das war falsch von mir. Ich bitte in aller Form um Entschuldigung“ zeigt sie wieder zwei Mal den Vogel! Mit spöttischem Lächeln. Was für eine Demonstration von gnadenlosem Egoismus! Zugleich allerdings ein hoffnungsvolles Zeichen, dass diese Neonazipartei bald in der Versenkung verschwindet.

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